Freitag, 29. Mai 2015

Ein Tag - 3 Länder

29. Mai ■ Basel - Mulhouse (69 km)

Eurovelo 6 in Basel
Pünktlich gegen 8 Uhr kam der Zug am Hauptbahnhof in Basel (173.000 Einwohner) an. Es herrschte gerade Hochbetrieb - die Nationen bunt gemischt.

Zunächst ließen wir uns treiben und steuerten Richtung historische Altstadt; sehr belebt und einladend. Außerdem positiv für uns: die Radfreundlichkeit und auch zuvorkommende Art sämtlicher Verkehrsteilnehmer. Es gibt sehr kreative Radwegführungen und man ist wahrscheinlich sogar mobiler als mit dem Auto. 

Basel
Über ein etwas durch Bauarbeiten verworrenes Hafengelände führte der Weg nach Weil am Rhein. Ein lapidares Schild an einem Weg direkt unter der Autobahn  markierte die schweizerisch-deutsche Grenze. Zwei weitere Kilometer - und wir waren in Frankreich. Heute hatten wir also in 2 Ländern Radlerpremiere. 

Der Eurovelo 6 (Atlantik - Schwarzes Meer) führt durch Basel und wir werden ihm jetzt mehr als 1.000 km nach Westen  folgen, bevor wir nach Norden "abbiegen". Mal sehen was noch so kommt...

Grenze D-F
Bis Mulhouse, der französischen Partnerstadt von Chemnitz, (110.000 Einwohner) folgten wir dem Rhein-Rhône-Kanal auf einem tollen Radweg. Auf einer Brücke über den Kanal konnten wir neben verschiedenen  Entenarten auch Reiher und mehrere Biber beobachten. 

Hier sind viele Rennradler und auch ein paar Tourenradler unterwegs. Wahrscheinlich fahren die meisten von West nach Ost, das ist theoretisch leichter (weil der Wind meist von Westen kommt).

Grenze CH-D
Schade, dass in Frankreich nicht das Jedermannsrecht gilt. Dadurch sind die Etappen nicht ganz so frei in der Planung, sondern man muss darauf achten, einen bestimmten  Ort zur Übernachtung zu erreichen. So waren wir schon gegen 15 Uhr auf dem Camping de l'ill kurz hinter Mulhouse, einem schönen grünen und gepflegten Platz, und nutzten den Rest des Tages, um uns die Stadt anzusehen und zu "chillaxen" (wie es die Jugend jetzt bezeichnet). Bei 25°C und Sonnenschein fiel das nicht schwer ;-). 

Wir haben auch die "Befürchtung", dass trotz körperlicher Ausarbeitung keine nennenswerten Verluste eintreten werden. Das Angebot und die Verlockung sind riesengroß.