Sonntag, 31. Mai 2015

Doubs

31. Mai ■ L'Isle-sur-le-Doubs - Osselle (95 km)

 Berge in Sicht
Heute fuhren wir am Fluss Doubs. Dieser ist allerdings für den Schiffsverkehr durch Wehre gezähmt. An manchen Stellen verläuft der Kanal, ein technisches Meisterwerk aus dem 17. Jahrhundert, parallel zum Fluss oder kürzt diesen ab, manchmal sogar durch Tunnel!

Wenn jeder Tag so wird wie der heutige, dann können wir von einem äußerst gelungenem Urlaub sprechen...
Zitadelle Besançon 
Wir starteten kurz vor 10 Uhr und kamen trotz Gegenwind gut voran. Der Doubs durchbricht hier in einer sehr schönen Landschaft die nördlichen Ausläufer des Jura. Zum Glück für uns blieb der Radweg meist am Fluss. Uns begegneten wieder sehr viele Radler, zum Sonntag und auf dem Eurovelo nicht anders zu erwarten. Man grüßt sich mit einem freundlichen "Bonjour" oder die Wortkargen bzw. "Berghochradler" mit einem Kopfnicken ;-).

Beim Bäcker (Patisserie) gab es knuspriges Baguette und Schoko-Croissants; nicht sehr gesund, aber äußerst lecker. 

Platz des 8. September
Nach etwa 60 km rasteten wir an einer der vielen grünen Oasen. Wenig später waren wir schon in Besançon (116.000 Einwohner). Der Ort liegt malerisch in einer Flussschleife, hoch über dem Ort thront eine stattliche Burg. Ja, so sieht es dann wohl auch an der Loire aus? Hier wurde übrigens Victor Hugo geboren.

Stadtflair
Der offizielle Radweg führt im Kanaltunnel unter der Burg hindurch; wir folgten jedoch dem Fluss und besichtigten den Stadtkern. Heute herrschte reges Treiben (wie auf allen Märkten auch in anderen Städten). Außerdem fand ein Lauf statt, der jedoch der Lebensfreude der Franzosen angepasst war; der recht bunt (als hätte man gerade Paintball gespielt und Fasching) und lautstark einher ging.

Alles läuft was Beine hat 
Gute Nacht!!!
Nach weiteren ca. 20 Kilometern fanden wir einen kleinen Campingplatz direkt am See. Nach dem Bad darin, anstatt nur vorhandener kalter Dusche, konnten wir einem Bierchen und der leckeren Küche nicht widerstehen. So blieben die Tütensuppen mal wieder im Rucksack. Abnehmen ist nicht in Frankreich ;-).

Gegen 21 Uhr 30 quakten die Frösche und ein Fuchs sagte "Gute Nacht" und zog seiner Wege.