Dienstag, 16. Juni 2015

Am Loiremeer

16. Juni ■ St-Géréon - Paimbœuf (93 km)

Auf klasse Wegen zwischen Loire und TGV
Nach einem ausgiebigem Schwatz mit unserem Zeltnachbarn aus der Nähe von Frankfurt/M. führte der sehr schöne Weg entlang der Bahnstrecke. Links die immer breiter werdende Loire und rechts von uns schossen die TGV vorbei.

Nach 20 Kilometern näherten wir uns der Großstadt Nantes, der Hauptstadt vom Gebiet Pays de Loire - mehr Leute und Bebauung kündigten sie an.

Buntes Treiben in Nantes
"Stadtrundfahrt"
Gedenkstätte zur Abschaffung der Sklaverei
Auf ruhigen Wegen gelangten wir fast bis in das Stadtzentrum. Dort verbrachten wir ca. 2 Stunden mit Bummeln durch die Altstadt. Es herrschte reges Treiben, auch sehr viele junge Leute, die die Cafés und Restaurants zur Mittagszeit zahlreich frequentierten.

Auch kamen wir auch an einer künstlerisch sehr eindrucksvoll gestalteten Gedenkstätte vorbei; neben zwei Schriftafeln und einem Gedenkstein wurden rechteckige matte Glasbausteine in den Boden gelassen, die abends beleuchtet sind. Sie stellen die angekommenen Sklavenschiffe mit Namen dar. Die Gedenkstätte gilt der Abschaffung der Sklaverei in Frankreich. Der Hafen von Nantes war einer der größten diesbezüglichen Handelsplätze.

Die Ausfahrt aus der Stadt, ca. 15 km, war nicht so prickelnd: lärmige Hauptstraße, später ein endlos ätzendes Industrie/Hafengebiet. Alle paar Meter ein anderer hässlicher Geruch. Schade, dass sich kein besserer Weg fand, der ausgeschilderte Weg war zurecht als "provisorisch" gekennzeichnet.

In Couëron setzten wir mit einer Fähre über. Interessant ist, dass man schon 50 km vor der Mündung der Loire in den Atlantik die Gezeiten wahrnimmt - der Fluss floss aufwärts. Die Fähre hat 2 Anlegestellen, je nachdem ob gerade Ebbe oder Flut ist.

Danach fuhren wir ca. 20 km schnurgerade am Kanal durch eine flache und unspektakuläre Landschaft. Der Wind wurde wieder kräftiger und blies zum Teil entgegen.
 In Frankreich zum 1. Mal gesehen

In Paimbœuf trafen wir wieder auf die Loire, sie ist jetzt schon ca. 1 km breit, allerdings ist das Wasser braun und trübe. Am gegenüberliegenden Ufer sieht man die Hafenanlagen von Donges. Das Städtchen selbst ist trist, so dass der abendliche Bummel kurz ausfiel.

Der Zeltplatz wirkt verloddert, passt damit gut zur Stadt. Unserem Plätzchen verpasste Sandi eine größere Grundreinigung. Die Vorfreude auf den Atlantik war erstmal getrübt..

Ab morgen ist es noch unklar auf welcher Route wir weiter fahren werden ... das ist aufgrund mangelnden Kartenmaterials noch offen. Aber das Gefühl wird uns schon leiten :-). Wir sind gespannt.