21. Juni ■ Port Navalo - Kergroës (86 km)
Was gestern extrem langsam ging, war heute umso schneller. Heißt, um 7.15 Uhr Frühstück gemeinsam mit Rotkehlchen und Amsel, die vorwitzig die Krümel vom Zwieback einforderten. Die Vögel kamen bis auf einen halben Meter heran. Es gibt allerdings auch viele, viele Tauben, die mitunter nervig sind.
| Französisch und Bretonisch |
Um 9 Uhr schipperte uns der Minikahn (siehe Bild vom gestrigen Eintrag) nach Locmariaquer. Mit dabei noch 3 Segler, die auf "hoher See" auf ihrem Boot abgeladen wurden. Ab halb zehn fuhren wir über verschiedene mehr oder wenig attraktive Städtchen mit schottisch anmutenden Namen (eben der Ursprung der Bretonen) nach Lorient.
| Brücke über den Blavet bei Lorient |
Die bretonische Sprache ist eine keltische Sprache und mit der walisischen und schottischen Sprache verwandt. Seen heißen z.B. Loc'h. Viele Ortsnamen hier beginnen mit "Ker", z.B. Kerjoseph oder Kersalut. Im Vergleich zur französischen Sprache klingt sie sehr rauh.
Die Strecke war ein Mix von Haupt- und Nebenstraßen im hügeligen, langgezogenen Aufundab; bezüglich des Verkehrs natürlich nicht mit Skandinavien vergleichbar.
| Blavet-Mündung bei Ebbe |
Dann ging es durch Lanester und Lorient, na ja, wir haben schon schönere Städte gesehen - wer nicht dort war, hat nichts verpasst.
| Fähre Nr. 2 in Guidel |
In Guidel schwenkten wir Richtung Wasser und kamen ungewollt an einer kleinen Fähre an. Auch hier sah es nicht danach aus, als ob diese zum Transport unserer Räder geeignet wäre. Aber alles war kein Problem.
Ein wunderschöner Campingplatz auf einem Dorf wie in Finnland; eine Pizzeria, eine Apotheke und ein Tante-Emma-Laden, empfing uns in Kergroës. Hier haben wir einen nagelneuen Bungalow (40 €/ÜN) gemietet, absolute Spitze, weil wir morgen wieder wandern wollen.