26. Juni ■ Carantec - Maker Camping bei Plymouth (39 km mit dem Rad und Fährfahrt über den Ozean 180 km Luftlinie)
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Heute ergab sich durch die erst am Nachmittag ablegende Fähre, dass wir ausschliefen und alle Zeit der Welt hatten. Das hieß konkret, dass wir halb neun aus dem Zelt blinzelten und ein letztes gemütliches, reichhaltiges Déjeuner in Frankreich genießen konnten. Die Fahrradklamotten blieben bei Sandi gleich in der Tasche so überschaubar waren die Kilometer (23 km bis zum Hafen).
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| Abschied von Frankreich |
Frankreich verabschiedete sich mit wolkenverhangenem Himmel und etwas küstenhügeliger Strecke. In
Roscoff, einem urigen, kleinem (3.000 Einwohner) und (noch?) nicht von Tourismus verunstaltetem Städtchen kam uns eine Patisserie wie gerufen. An dieser ließen wir unsere Zeit, hier landesgemäß bei Quiche und Obsttartelett ausklingen.
2.016 Kilometer quer durch Frankreich... wir sind gespannt auf England.
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| Ausfahrt aus dem Hafen |
Die Fähre (
Brittany Ferries) ein in Finnland gebautes französisches Schiff (interessanterweise unter bretonischer Flagge), legt die Strecke nach Plymouth in fünfeinhalb Stunden mit 42 km/h zurück.
Mit an Bord Radfahrer aus England und den Niederlanden, mit denen wir Erfahrungen und letztendlich Adressen austauschten.
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| Stimmung an Bord |
Der Seegang auf dem Atlantik ist kräftiger als auf der Ostsee, so dass die Fähre viel stärker schaukelt als das auf dem Weg nach Helsinki der Fall war. Seekrank wurden wir aber nicht :-). Eine französische Blaskapelle sorgte im stimmungsvollen Jazzstil für Abwechslung und gute Laune an Bord.
Der weitere Verlauf des Tages wurde doch noch ziemlich anstrengend. Wir verließen die Fähre gegen 22 Uhr. Der Linksverkehr war kein Problem; Andis Worte noch im Hafenbereich: "Ich habe mich schon an den Linksverkehr gewöhnt" ;-).
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| Ankunft in England |
Wir nutzen die kettenbetriebene Torpint Ferry, um über den
Tamar-Fluss zu gelangen. Bis zum Campingplatz "Maker Camping" fuhren wir bei Dunkelheit nochmals 16 km im Auf und Ab einige sehr schmale und (bis 16 %) steile Straßen. Auch zwei Einheimische erkundigten sich, was wir zu so später Stunde vorhaben und boten uns Hilfe an.
Kurz vor 24 Uhr kamen wir an. Zum Glück hatte der hiesige, kleine "Pub" á la VoXX noch geöffnet, sogar mit einigen tollen Musikeinlagen der gerade mal 10 Gäste/ Einheimischen (Gesang mit Gitarrenbegleitung und Sologesang). Ganz toll. Die Müdigkeit und Anstrengung waren wie weggeblasen. Die 2 wohlschmeckenden Bier gab es auf Vertrauen, da die Euro nicht akzeptiert sind und wir erst morgen umtauschen können. Auch hier wieder sehr aufgeschlossene Leute mit sogar Extrabeifall dafür, dass wir mit dem Rad kamen.
Insgesamt ein sehr gelungener Start in England. Auf unserer nächtlichen Fahrt wechselten wir übrigens von
Devon nach
Cornwall.