Freitag, 12. Juni 2015

Nasser Start - trockenes Ende

12. Juni ■ Amboise - Bréhémont (72 km)

Kathedrale in Tours
Rathaus von Tours
Nach ein paar Kilometern am Fluss folgte der obligatorische "Ausflug" in die Weinberge. Auf großen Schildern sieht man, zu welcher Lage der hier angebaute Wein gehört. Z.B. gibt es hier einen leckeren Rosé (Amboise Touraine), den wir gestern tranken und der auch heute auf dem Campingplatz angeboten wird.

Unser Nachtlager, ein tent étoile (Sternenzelt)
mit Blick in den Himmel
Der Himmel zog sich immer mehr zu und die geplante Besichtigung von Tours, der alten französischen Hauptstadt, fiel leider buchstäblich ins Wasser. Die nächsten zwei Stunden nieselte oder regnete es, außerdem verfuhren wir uns mehrmals bei der Durchfahrt durch die Stadt.

In einer Schutzhütte am Rande von Tours gab es Baguettes und Salate und eine Stunde später deckten wir uns in Savonnières in einer Boulangerie (Bäckerei) mit allerlei leckeren Dingen ein. Die Bäckereien werden hier mit viel Liebe betrieben. Läden, in denen lediglich Frostlinge aufgetaut werden, haben wir bisher nicht gesehen. Das würde nicht zum französischen Lebensstil passen.

Abends an der Loire in Bréhémont
Ab Tours folgten wir dem Fluss Cher bis zu seiner Mündung in die Loire, stellenweise über kerniges Kopfsteinpflaster.

10 Kilometer vor dem eigentlich angepeilten Campingplatz lockte ein Schild zu einem Platz, der (noch) nicht in der Karte steht. Er wurde vor einem Jahr eröffnet und ist sehr modern ausgestattet. Wir schlafen in einem Zelthaus, darunter ein Tisch und oben eine straff gespannte Gummimatte, auf der man schläft. Mal sehen, ob sie heute nacht hält ;-).

Wein
Abends unterhielten wir uns mit einem Radlerpärchen aus England. Sie sind bereits 2.600 Kilometer durch Frankreich gefahren und fahren auf dem Rückweg nach Hause fast die gleiche Strecke wie wir.