Montag, 15. Juni 2015

Lenin schläft noch nicht

15. Juni ■ Brain-sur-l'Authion - St-Géréon (92 km)

Verschlossener Bahnübergang
Der Nieselregen sorgte dafür, dass wir langsam in den Tag starteten und erst am späten Vormittag auf dem Rad saßen. Anfangs noch in Regenmontur, später konnte sie dann endgültig in den Taschen versenkt werden. 

Die Route führte südlich an Angers vorbei, wobei wir die Mündungen der Flüsse Le Authion und Le Maine in die Loire passierten.

Russisch in Frankreich?
Der Eurovelo 6 ist vorbildlich ausgeschildert. An fast jeder Abzweigung steht ein Wegweiser. Auch heute begegneten uns nur wenige Autos. Wie wir heute von einem deutschen Radreisenden, der aus dem Norden von Frankreich kam, erfuhren, ist das entspannte Miteinander von Autos und Radlern in Frankreich nicht immer selbstverständlich. Bisher haben wir jedoch zumeist die mustergültige Seite erlebt.

Die Landschaft ist jetzt ziemlich flach, der Fluss wird immer breiter und jetzt gibt es auch nicht mehr so viele Schlösser. Sie ist mit dem Elberadweg in Niedersachsen vergleichbar, allerdings noch etwas größer und weiter, sowie ursprünglicher.

Panorama in Montjean-sur-loire, hier 
gab es Mittag
Auf der Île de Chalones, einer ca. 10 km langen Flussinsel, wollten wir eigentlich im Lenin-Café eine Pause einlegen. Jedoch war geschlossen und eine Dame bat uns, ganz leise zu sein. Wahrscheinlich war der kleine Lenin gerade eingeschlafen. So gab es wieder Mittag aus dem Supermarkt.

Kathedrale in Moutjean
Wir schlafen in St-Géréon wieder in einem Campétoiles (Blockzelt). Der Aufpreis von 10 Euro ist es uns wert, da wir damit Auf- und Abbau des Zeltes sparen, mehr Platz und einen schönen Essplatz haben.

Abendsonne
Andi gelang es endlich nach vielen Anläufen und unterschiedlichen Ansichten der Einheimischen, wo diese zu beschaffen seien, Gaskartuschen für unseren Tangria-Kocher zu erstehen. Decathlon ist die richtige Anlaufadresse. Das Schraubsystem scheint hier nicht gängig zu sein, sodass wir schon seit einigen Tagen nicht mehr kochen konnten.

Bis zum Atlantik sind es jetzt noch reichlich 100 km. Wir wollen diese Strecke jedoch in 2 Etappen aufteilen und morgen noch etwas Zeit in Nantes verbringen (zumindest Sandi, der Andi würde am liebsten durchrasen ;-) ). Morgen ist aber Andi-Tag (gerader Tag) und da hat die Sandi nix zu sagen ;-). Also treffen wir uns in der Mitte...