Freitag, 3. Juli 2015

"Kreisverkehr" am Bristol Channel

3. Juli ■ Stawell - Banwell (55 km)

Alles Geisterfahrer ;-)
Ebbe kurz vor dem Bristol Channel
Private Wiese - Betreten verboten !!!
Einige Kilometer nach dem Start von unserem entlegenem Campingplatz stießen wir wieder auf den Radweg Nr. 3. Die Hauptroute führt über die Mendip Hills nach Bristol, wir wollten jedoch dem Bristol Channel einen Besuch abstatten und fuhren auf der Nebenroute 33 durch diverse Seebäder: zuerst Burnham-on-Sea mit langer Uferpromenade, eigentlich ganz schön, aber leider ohne Pflanzengrün.

Bei wieder mal Ebbe fiel das Baden aus ;-). Im Anschluss folgte Berrow mit grässlicher Touristeninfrastruktur (riesige Campingplätze, Fressbuden und Vergnügungstempel).

In Berrow sahen wir einen Trauerzug auf der Straße. Alle Autos fuhren langsam hinterher, selbst der Gegenverkehr blieb stehen und wartete. Ein sehr augenscheinlicher Akt der Achtung und des Respektes.
Vogelparadies

Ein ausgeschriebener Radweg führte dann weiter auf Feldwegen bis an ein Tor, an dem unsere Räder nicht hindurch passten. Also zurück und einige Kilometer viel befahrene Landstraße. Auch hier gibt es immer wieder (wenige) Leute, die knapp mit hohem Tempo vorbeirauschen.

In Weston-super-Mare löste sich der Radweg im nichts auf (auf der Karte sah dies auch schon verdächtig aus).

Nur für kurze und dünne Räder geeignet
Wir saßen in einem Gewerbegebiet auf dem Bordstein und versuchten mit dem Navi eine Ausweichroute zu finden, als ein junger Mann kam und uns den weiteren Weg erklärte. Er lief extra in sein Büro und druckte für uns einen Google Maps Plan aus.

So fuhren wir noch 10 Kilometer nach Osten und fanden den beschriebenen Campingplatz. Unser Helfer versicherte sich sogar noch einmal, ob wir auch wirklich angekommen waren. Der sehr saubere Campingplatz wird von einer freundlichen Farmerfamilie betrieben. Auf der riesigen Wiese campen 5 Gäste.
"Nappy bin" in der Gents-Toilette - Mülltrennung
und Gleichberechtigung ;-)

Insgesamt war die Streckenführung damit heute nicht sehr konsequent ;-), aber zumindest haben wir uns unserem Ziel Bristol angenähert.

Das Hauptproblem bei der Routenplanung ist, dass sowohl Google Maps als auch Osmand bei den Fahrradrouten die Farmwege mit einbeziehen, die aber meist privat und damit auch mal gesperrt sind. So ist man auf die gekennzeichneten Routen angewiesen oder fährt nervende Hauptstraßen.

Die auf der Farm gekauften free range eggs hatten sich in Sandis Tasche versteckt und tauchten erst am späten Abend wieder auf. So freuen wir uns auf 6 Frühstückseier, besonders Andi, der früh nie Eier isst.