Dienstag, 7. Juli 2015

Tag 41...

7. Juli ■ Newbury - Maidenhead (81 km)

... wenn wir richtig gezählt haben. 

Am Kanal
Wir starteten heute aufgrund des prophezeiten Regens  (5.30 - 8 Uhr) später. So schliefen wir aus und starteten halb elf vom Campingplatz erstmal wieder zurück zum Kanal und in dessen Verlauf dem Radweg Nr. 4 folgend. 

Bunker - hier sollten die Deutschen
abgefangen werden
Die Qualität des Kanalradweges ist für unsere Art des Radfahrens häufig wenig geeignet - der Weg ist eher etwas für Wanderer. Manche Barrieren sind so eng, dass man mit Gepäck wie dem unseren das Nachsehen hat. Und "ständig" stoppt man, um irgendein Tor zu öffnen. Die Fahrt war für Andi trotzdem schön, für Sandi etwas nervig. Das Kreuz wird hier durch die langen unbefestigten und ausgewaschenen Wege  mächtig auf die Probe gestellt. Andi kennt mittlerweile schon einige hilfreiche Techniken, um die Schmerzen zu lindern ;-).

Wir haben festgestellt, dass man in England doch wesentlich langsamer als in Frankreich vorankommt.

Badende "Muh"
Bis mittags war das Wetter "englisch" - Jacke an, Jacke aus. Aber die Schauer sind meist nur von kurzer Dauer, sodass man nicht ins Frieren kommt. Insgesamt ist das Wetter hier viel wechselhafter als bei uns zu Hause.

In Reading erreichten wir am frühen Nachmittag die Themse. Gleichzeitig ließen wir uns hier für kurze Zeit zur Mittagsrast nieder. Dabei lernten wir Simon, einen sehr interessierten Transvestiten aus Wales, kennen.  

Von Reading führte der Weg dann in einer schönen Mischung von Straße und Radweg weiter.
"Schikane" - manchmal nur ohne Gepäck möglich
Hier in Maidenhead  ist einer der letzten Campingplätze, bevor man nach London kommt. Mit der Bahn sind es noch 40 Minuten bis zum Zentrum. Allerdings ist es von der benachbarten Autobahn sehr laut.

Interessant sind die Flugzeugestarts vom ziemlich nah gelegenen Flughafen Heathrow. Wir befinden uns hier in der Startschneisse und im Fast-Minutentakt donnert ein Koloss in vielleicht 1.000 m Höhe vorüber. Das stört aber weniger als die Autotrasse. Lärmschutzwànde scheinen hier nicht üblich zu sein, in Deutschland wären die Einwohner schon auf die Barrikaden gegangen. 

Unterwegs hatten wir eine Begegnung mit einem, wie sich im Verlauf des Abends herausstellte, 3-Tage-Radler aus London. Auf dem Zeltplatz trafen wir uns wieder. Er bzw. seine Frau, mit der er telefonierte, lud uns kurzerhand als sie erfuhr, dass wir noch nie in London waren, zu sich nach Hause ein. Wir freuen uns über soviel Gastfreundschaft. Und werden morgen dort übernachten...und sind gespannt... :-).