Mittwoch, 15. Juli 2015

Op mooie fietspaden

15. Juli ■ Nieuwpoort - Middelburg (102 km)

Auf schönen Fahrradwegen

In Belgien am Kanal
Belfried in Brügge
In Belgien und den Niederlanden macht das Radeln selbst bei schlechtem (Nieselregen)Wetter Spaß ;-). 

Marktplatz Brügge
Nordseeküstenradweg
Die Radinfrastruktur ist beispielgebend, wir kamen praktisch nie mit dem Autoverkehr in Kontakt. Die Einheimischen nutzen das Rad als Transportmittel und nicht nur als Sportgerät. Wir sahen jegliche Arten von Fahrrädern; manchmal sehr kreative Konstruktionen. So reduziert sich wahrscheinlich der Verkehr erheblich. Das "Gerangel" zwischen Auto- und Radfahrer gibt es hier nicht, weil alle gleichberechtigt sind. Es scheint so, dass bei Straßenbauprozessen sofort auch die Radfahrer mit bedacht werden.
Hier braucht man keine festen Routen fahren, sondern kann sich auch mit dem Rad, wie man es sonst vom Auto kennt, praktisch an jeder Kreuzung entscheiden, wohin man fahren möchte - es gibt den passenden Weg.

Bei bestem Wetter abends nach Middelburg
Von Nieuwport fuhren wir am Kanal, der in etwa 10 Kilometer Entfernung zur Nordseeküste verläuft, nach Brügge. Auf beiden Seiten des Kanals gibt es einen asphaltierten und rege genutzten Radweg. Durch den Rückenwind fuhren wir 25 - 30 km/h und waren bereits mittags in Brügge. Eine sehr schöne Stadt mit einem Stadtkern aus dem 13. Jahrhundert. Wir fuhren zum Marktplatz, auf dem heute reges Treiben herrschte. Leider bei grauem Schmuddelwetter mit Nieselregen.

Nordseeküstenradweg
Über Damme radelten wir weiter nach Sluis in die Niederlande, auch hier war nichts von einer Grenze zu erkennen. Wir folgten weiter dem Nordseeküstenradweg und kamen bei Breskens an die Küste. Entlang der Küste verläuft ein wunderbarer, asphaltierter Radweg durch die Dünen.
Mit der Fähre querten wir die Westerschelde und befinden uns jetzt auf der Halbinsel Walcheren (die früher eine Insel war). Auf einem kleinem Campingplatz, bei nun wieder scheinender Sonne, fanden wir Unterkunft.

Die letzten Minuten vor Ladenschluss nutzte Andi, um unser Abendbrot zu sichern. Hier müssen wir uns wieder, im Gegensatz zu Frankreich oder England, an Schließzeiten um 19 Uhr gewöhnen.