Donnerstag, 16. Juli 2015

Auf dem Nordseeküstenradweg

16. Juli ■ Middelburg - Ouddorp (74 km)

Sperre
Der Europaradweg R1 und der Nordseeküstenradweg sind hier identisch (der R1 wird in der Beschilderung nicht erwähnt). So folgten wir diesem überwiegend. Es herrschte heute zur Abwechslung starker Gegenwind aus Nord, so dass wir, besonders auf den Deichen, nur mit 12 km/h voran kamen. Außerdem ist der Weg sehr stark am Küstenverlauf orientiert, mit all den Hügeln in der Weite der großen Dünen, die teils als Naturschutzgebiet ausgewiesen sind.
Weg durch die Dünen

Alternativ hätten wir natürlich jederzeit etwas abseits der Küste fahren, womit man heute schneller von A nach B gekommen wäre. Hierzu gibt es ein Knotensystem von nummerierten Radwegen - man wählt eine Strecke aus, folgt der entsprechenden Nummer bis man an einem neuen Knoten (Knooppunt) angekommen ist.

Wir überfuhren mehrere Sturmflutwehre, sehr imposante Bauwerke, welche offen stehen und nur bei anstehenden Sturmfluten (ca. 4 mal pro Jahr) geschlossen werden. Das Schließen dauert 82 Minuten.
Küstenlandschaft

Nordseestimmung am Abend
In Burgh-Haamstede gerieten wir blöderweise zu einem Campingladen, vor dem man sich besser hüten sollte. Andi fragte den Verkäufer nach einer benötigten Gaskartusche mit Schraubsystem und erhielt eine. Auf nochmalige Nachfrage bei der Verkäuferin, weil wir unsicher waren, ob diese zu unserem Trangiasystem passt, erhielt er eine andere. Nach dem Bezahlen verglichen wir diese dann mit unserer vorhandenen Kartusche - sie schien nicht die Richtige zu sein. Ein weiterer Umtauschversuch endete mit der Androhung des Verkäufers, die Polizei zu rufen und Hausverbot. Schade, solche Erlebnisse vermiesen die gute Stimmung.

Wir hatten den Eindruck, dass die Niederländer reservierter (gegenüber Deutschen?) sind. In anderen Ländern waren die Leute aufgeschlossener. Das ist vielleicht subjektiv und liegt daran, dass wir hier in einer Urlaubsregion sind, in der die Leute einfach nur abgezockt werden. Zum Beispiel müsste man für warmes Wasser 20 Cent in den Automaten einwerfen, obwohl wir bereits 23 Euro für die Übernachtung auf dem Campingplatz bezahlt hatten.

Am Abend besuchten wir nochmal den menschenleeren Strand.