Samstag, 4. Juli 2015

Wieder auf'm Berg

4. Juli ■ Banwell - Stanton bei Bath (83 km)

Modellflugschau
Der Beginn unserer Tour zeigte sich unromantisch und stark autolastig. Bis wir auf den offiziellen Radweg kamen, fuhren wir auf dem Randstreifen (ca. 1 m breit) einer vielbefahrenen und doppelspurigen Straße.

Kathedrale in Bristol
Der weitere Radweg entschädigte aber dann für diesen Start. Wir fuhren ungefähr 10 Kilometer auf der Strawberry line. Auf dieser Bahnstrecke wurden früher u.a. Erdbeeren transportiert.

Belebte Wiesen in Bristol
Nahe von Bristol begann gerade eine Modellflugzeugschau, der wir kurzerhand einen Besuch abstatteten. Am beeindruckendsten war die Show zweier Düsenflugzeuge, die wahrscheinlich ein Vermögen wert sind.

Als wir wieder mal an einer Kreuzung standen und nach dem weiterem Weg sahen, kam es zum kleinen Schwatz mit einem Radler, der mit seinen beiden kleineren Kindern unterwegs war. Überhaupt wird man sehr oft angesprochen und nach dem woher und wohin gefragt. Oftmals wird vermutet, dass wir von Land's End nach John o' Groats, der längstmöglichen Strecke auf der Insel (1.400 Kilometer), unterwegs sind.
Teatime am Bahnradweg Bristol - Bath

Über Nailsea erreichten wir die nächste Großstadt, nämlich Bristol (432.000 Einwohner). Die Streckenführung in der Stadt war nicht immer klar ersichtlich und beim Abbiegen mussten wir uns im dichten Linksverkehr nach wie vor konzentrieren.

Ganz schön was los hier
Wir bewunderten im Zentrum der Stadt die Kathedrale. Ein sehr schöner Bau, sowohl innen als auch außen. Außerdem fiel auch das Leben und die Aktivität ringsum auf. Hier werden zum Beispiel  die vorhandenen, sehr gepflegten Grünanlagen ausgiebig zur Erholung genutzt. Im Kathedralenbereich befand sich ein kleines Außencafé und außerdem probte ein Chor; es klang sehr professionell und die Akustik war exzellent. Superschön.

Von Bristol nach Bath fuhren wir wieder auf einer wunderbar ausgebauten alten Eisenbahnstrecke. Heute zum Samstag waren dort sehr viele Radler unterwegs. An einem gemütlichen, zu einem Café umgebauten Bahnhof gab es für uns Tee, Latte und Muffin.

Gemütlicher Ausklang
Der erste Campingplatz in Bath war komplett ausgebucht und Zelte sowieso unerwünscht, der zweite ein Caravanstellplatz ohne Dusche... so fuhren wir wieder Richtung Bristol zurück und es wurden es noch paar Kilo- und Höhenmeterchen mehr. Wir kamen wieder auf einer eigentlich auch ausgebuchten Farm unter.

Ein Wohnmobilist aus den Niederlanden brachte uns gleich noch Klappstühle zum Beine hochlegen und einen Bierkasten als Tisch... sehr willkommen und aufmerksam. 

Im hiesigen Dorfgasthaus gab es nach dem ausgiebigen Chillen Ale und ein für Auge und Gaumen gemachtes Abendmahl.