Montag, 20. Juli 2015

In der alten Heimat

20. Juli ■ Xanten - Duisburg (76 Kilometer)

Radweg bei Xanten
Ziel des heutigen Tages und gleichzeitig Abschlussetappe war Duisburg, wo wir von 1989 bis 1992 wohnten und uns sehr wohl fühlten.

Von der Nordsee bis in die Alpen ;-)
Mittagspause
Nach einen schönen Frühstück im Hotel fuhren wir zum Bahnhof und waren erstaunt, einen mit einem Menschen besetzten Fahrkartenschalter vorzufinden. Normalerweise kämpft man heutzutage an kleineren Bahnhöfen mit den Automaten ;-). Wie befürchtet, waren alle Fahrradplätze in IC-Zügen bereits ausgebucht, so dass wir, wie im vergangenen Jahr, ein Quer-durchs-Land-Ticket kauften (erstaunlich preiswert im Vergleich zu den sonst bei der Bahn üblichen Preisen).

Ankunft in Duisburg
Bei bedecktem Wetter fuhren wir auf schönen und gut ausgeschilderten Radwegen Richtung Duisburg. Die Ortsnamen und die Gegend waren uns bekannt und wir fühlten uns fast wieder ein bisschen heimisch.

Kurz vor Duisburg gab es ein spätes Mittag im Apfelparadies mit frischen Erdbeeren und Kirschen sowie lecker Kuchen.

In Duisburg Rumeln-Kaldenhausen besuchten wir unsere alte Wohnung und auch den Elfrater und den Töppersee, wo wir mit dem kleinen Franz früher badeten und spielten. Leider herrschte unangenehmes Nieselwetter.

Hier wohnten wir 2 Jahre
Dann fuhren wir in Andis früheres Büro am Kaiserberg im Zentrum (Schande: die ca. 10 Kilometer lange Strecke ist er heute zum ersten mal mit dem Rad gefahren ;-) ). In Rheinhausen überquerten wir, zum letzten Mal auf dieser Tour, den Rhein.

Abschied vom Rhein in Rheinhausen
Das Zentrum Duisburg ist nicht sehr schön, vergleichbar mit Chemnitz. Es gibt keine besonderen Sehenswürdigkeiten. Aber gerade das macht für uns vielleicht den Reiz dieser Stadt aus: kein Schickimicki, alles normale Leute wie wir. Hier wohnen auch viele Ausländern. Insofern ist es bedauerlich, dass heute selbst hier ein trauriges Pegida-Häufchen demonstrierte (ca. 50 Personen). Bei einem längeres Gespräch mit einem Pegida-Anhänger hörten wir die schon aus Chemnitz bekannten Phrasen (Lügenpresse, Scheißstaat, Verschwörungstheorien, Geheimvideos usw.).
Hier arbeitete Andi 2 Jahre

In einer "Absteige" nah am Bahnhof fanden wir für 59€ Unterkunft und schlossen den Tag mit einem Bummel durch das Zentrum und einem Besuch beim Kroaten ab.