Samstag, 18. Juli 2015

Knotenpunkte

18. Juli ■ Woerden - Arnhem (92 km)

Campingplatz in Woerden morgens
Bis Utrecht fuhren wir auf kleinen Straßen mit Rückenwind. Auch heute wieder waren die holländischen Radwege ein Genuss!

Der Weg in das Zentrum von Utrecht (328.000 Einwohner) führte größtenteils durch Neubaugebiete. Dafür war das Zentrum, geprägt durch Dom, Kanal und einen Marktplatz, umso schöner. Wie auch schon in Rotterdam war die Durchfahrt durch die Stadt stressfrei und problemlos.
Dom in Utrecht

Danach erreichten wir ein Naturschutzgebiet. Die Strecke war, zumindest für hiesige Verhältnisse, hügelig.

Kurz vor Amerongen, wir saßen auf einer Bank und verzehrten unsere Mittagsbrote, kam eine Frau aus dem gegenüberliegenden Haus (wahrscheinlich ein Seniorenwohnheim) und fragte, ob sie uns Kaffee bringen darf. Wir unterhielten uns mit ihr (auf englisch, im westlichen Teil der Niederlande wird kaum Deutsch gesprochen), sie ist früher gemeinsam mit ihrem Mann viel Rad gefahren.

Utrecht Zentrum
Nach dem Mittag besuchten wir die eindrucksvolle und sehr gepflegte Gedenkstätte an die Schlacht am Grebbeberg. Hier fanden im Mai 1940 Kämpfe zwischen Niederländern und Deutschen mit vielen Toten statt.

Knotenpunkt-Übersichtskarte
Unser letzter Campingplatz in der Nähe von Arnhem
Da auch unser zweites Handy kaputt gegangen war, navigierten wir nur noch nach Beschilderung. Es gibt hier zwei Arten von Radwegen: rot beschilderte Wege führen direkt von A nach B, meist auf separaten Radwegen entlang von größeren Straßen. Parallel hierzu exisitiert ein System von grün beschilderten Knotenpunkten. Wenn man einen Knotenpunkt erreicht hat, wählt man den nächsten aus. An jeder Knotenpunkt befindet sich eine Tafel, auf welche das Wegesystem im Umkreis von ca. 30 Kilometern angezeigt wird. Dieses System eignet sich perfekt, wenn man die Landschaft kennenlernen möchte, ohne schnell ein Ziel erreichen zu müssen.

Abends erreichten wir einen Campingplatz, leider etwas laut, da in der Nähe der Autobahn gelegen. Die Rezeption hatte bereits geschlossen, so dass wir keinen Zutritt zur Dusche hatten. Sehr hilfsbereite Nachbarn kümmerten sich um uns, so dass wir schließlich doch noch einen Schlüssel bekamen und unsere letzte Übernachtung in den Niederlanden in guter Erinnerung verbleibt.